Meditation auf das 3. Auge: Hör auf deine Intuition!

Meditation auf das 3. Auge: Hör auf deine Intuition!

Heute stellen wir dir eine spannende Meditationstechnik vor: Die Meditation auf das dritte Auge aus dem Yoga. Diese Meditation bündelt die Konzentration auf den Bereich zwischen den Augenbrauen (drittes Auge) und steht für Klarheit und Intuition. In unserem turbulenten Alltag mit seinen vielen Informationen wäre ein Intuitions-Navi oft ganz praktisch. Manchmal sind wir ja gut in Kontakt mir unserer inneren Stimme, aber an anderen Tagen halten wir unser Bauchgefühl für eine Verdauungsstörung und biegen drei Mal falsch ab bevor wir an unser Ziel gelangen.

„Wenn man lebt ohne intuitiv zu sein, dann ist es, als würde man ein Auto fahren, das weder Rück- noch Seitenspiegel besitzt. Man kann nur das sehen, was genau vor einem liegt.“ (Yogi Bhajan)

Zum Glück lässt sich unsere Intuition schulen. Die Meditation auf das dritte Auge ist ein wunderbarer Weg, um seine gesamte Realität besser wahrzunehmen und die eigene Intuition zu stärken. Unsere Intuition wird mit dem 6. Chakra – dem Stirnchakra oder Ajna Chakra (Aja = Wissen) – in Verbindung gebracht. Es fördert den Kontakt zur inneren Weisheit. Seit der Antike wird das 3. Auge in vielen Kulturen verehrt und als Symbol gesehen, das allen Herausforderungen des Lebens gewachsen ist, da es der inneren Weisheit folgt. In manchen Büchern wird das dritte Auge mit der Zirbeldrüse  in Verbindung gebracht. Die alten Ägypter maßen ihr unter dem Namen „Auge des Horus“ eine zentrale spirituelle Bedeutung als Sitz der Seele zu.

Wo befindet sich dein drittes Auge?

Das dritte Auge befindet sich in der Mitte der Stirn. Du findest dein drittes Auge, indem du einen Finger auf die Stirn zwischen die Augenbrauen legst und von dort die Aufmerksamkeit nach innen zur Mitte deines Kopfes richtest. Das Ajna Chakra ist der Sitz des freien Willens und der Selbsterkenntnis. Wenn du dich in der Meditation auf dein 3. Auge konzentrierst, kommst du zur Ruhe und erlangst mir der Zeit Kontrolle über den Geist sowie über deine Emotionen. Gleichzeitig ist das Stirnchakra eng verbunden mit der Visualisierungsfähigkeit und hilft dir Zugang zu deiner inneren Stimme zu finden. Klarheit im Denken und Entscheidungskraft werden gefördert.

So geht’s: Meditation auf das dritte Auge

Für diese Mediation nutze das Kalesvara-Mudra für das Stirnchakra. Daumen und Mittelfinger berühren sich an den Spitzen, die anderen Finger berühren sich an den Fingergliedern.

  • Setze dich in einen bequemen und aufrechten Meditationssitz.
  • Schließe nun deine Augen und bring deine Aufmerksamkeit nach innen zu dem Bereich zwischen deinen Augenbrauen. Bündle alle deine Gedanken und Emotionen in diesem Punkt. Du kannst, wenn du möchtest, diesem Punkt auch eine indigoblaue Farbe geben.
  • Nach einer Zeit, lasse diesen Punkt etwas nach innen hinten sinken, vertraue darauf, dass der Punkt seinen Platz ganz von alleine findet. Verweile hier für einige Atemzüge, bevor du den Punkt auflöst und weit werden lässt.
  • Mit jeder Ausatmung wird dein Kopf klarer, lass alles los, was nicht Klarheit ist…. meditiere auf diese Weise ca. 10 bis 15 Minuten (oder länger).
  • Wenn du soweit bist, lass deine Atmung wieder bewusst tiefer werden, spüre deinen Körper und öffne langsam deine Augen. Bleib mit geöffneten Augen noch für einen Moment sitzen bis dein Blick wieder klar ist und beende schließlich die Meditation.

Wer sich auf den Weg nach innen macht, wird dort aber dort nicht nur Licht und Freude vorfinden, sondern auch das Wissen um seine Vergänglichkeit, zusammen mit Ängsten und unschönen Erlebnissen. Das kann überfordern. Wer sein drittes Auge ernsthaft öffnen möchte, sollte dies daher gemeinsam mit einem erfahrenen Meditationslehrer machen, um im Auge des Sturms ruhig und gelassen zu bleiben. Insbesondere im Kundalini Yoga, kennt man fundierte Meditationen auf das dritte Auge.


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