Einfache Geh-Meditation für mehr Achtsamkeit

Geh-Meditationen werden häufig von erfahrenen Meditierenden vor, zwischen oder nach Sitz-Meditationen praktiziert. Bei dieser Art der Meditation liegt die gesamte Aufmerksamkeit auf den Bewegungen des Körpers. Daher ist die Geh-Meditation auch für AnfängerInnen ideal, denen es zu Beginn oft schwerfällt, länger stillzusitzen.

Geh-Meditation für mehr Achtsamkeit

Was ist eine Geh-Meditation?

Geh-Meditationen haben ihren Ursprung im Buddhismus und sind eine gute Übung, um Achtsamkeit und Entschleunigung zu erlernen. Wesentlich bei der Meditation im Gehen, ist die Nutzung der natürlichen Geh-Bewegung, um gegenwärtig und bewusst den Moment zu erleben.

Sie muss nicht wie anfangs erwähnt mit einer Sitz-Meditation kombiniert werden, sondern kann auch einfach an einem stressigen Tag oder zur Vorbeugung geübt werden. Das Gehen hilft dabei den Kopf freizubekommen, wodurch eine bessere Konzentration auf wesentliche Dinge möglich ist.

Geh-Meditation sind besonders praktisch, da sie überall, ohne zusätzliche Hilfsmittel oder extra eingeplanter Zeit gemacht werden können. So kann auch am Weg in die Arbeit oder zum Supermarkt meditiert werden.

Eine Anleitung zur Geh-Meditation

  1. Bevor du mit der Meditation beginnst, suche dir einen ruhigen Ort, an dem du gut gehen kannst. Das kann im Freien sein, im Wald oder in ruhigen Gassen einer Stadt, sowie drinnen, in einem Gang oder einem großen Raum.
  2. Beginne nun in deinem Tempo zu gehen. Dieses kann schnell oder langsam sein, solange das Gehen bewusst stattfindet. Suche einen angenehmen Platz für deine Hände. Du kannst sie auf den Bauch legen, sie an der Hüfte abstützen, hängen lassen oder auch in deine Jackentaschen geben.
  3. Sobald du eine angenehme Position gefunden hast, lege den Fokus auf das Gehen selbst und jeden Schritt den du machst. Konzentriere dich auf das Heben und Senken deiner Füße und spüre die Bewegung in deinen Beinen, sowie im Rest deines Körpers. Sollten deine Gedanken wandern, versuche sie wieder ins Hier und Jetzt zu lenken.
  4. Richte nun 1 bis 2 Minuten deine Aufmerksamkeit auf deinen Geruchssinn. Versuche, wenn vorhanden, Gerüche in deiner Umgebung wahrzunehmen, ohne diese Gefühlen zuzuordnen.
  5. Wechsle danach für ein paar Minuten zu den Geräuschen, die du hörst. Egal wo du dich aufhältst, versuche die Geräusche nicht in „angenehm“ oder „unangenehm“ einzuordnen, sondern sie nur als Geräusche wahrzunehmen.
  6. Widme dich nun deiner visuellen Umgebung. Achte auf Dinge, Formen und Farben. Sollten deine Gedanken speziell an einem Objekt hängen bleiben, versuche deine Aufmerksamkeit wieder auf die räumliche Wahrnehmung zu richten.
  7. Komme gegen Ende der Meditation wieder zum bewussten Erleben der Geh-Bewegung zurück. Spüre wieder den Ablauf deiner Füße und deines Körpers.